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11-11-17
Rubrik: Pressebericht, Fessenheim
Wird das Akw Fessenheim doch schon 2018 abgeschaltet?

BZ Plus: Elsass


Wie lange noch? Das Akw Fessenheim ist Frankreichs ältester und umstrittenster Reaktor. Foto: Siegfried Gollrad

Großes Hickhack um den Atom-Dino: Das Aus für das Akw Fessenheim im nächsten Jahr scheint plötzlich doch möglich. Angeblich wurde die Belegschaft über den genauen Zeitpunkt schon informiert.

Anfang dieser Woche sorgte der französische Umweltminister Nicolas Hulot für Verunsicherung, als er ankündigte, die geplante Stilllegung des Akw Fessenheim werde im Laufe der Amtszeit von Staatspräsident Macron umgesetzt, die 2022 endet. Bislang hatten sich Hulot wie seine Vorgängerin Ségolène Royal auf das Datum Ende 2018 festgelegt. Bis dahin soll nach derzeitigem Stand ein neuer Reaktor in Nordfrankreich in Betrieb gehen.

300 Akw-Mitarbeiter sollen aus Fessenheim versetzt werden

Am späten Freitagabend teilte eine vertrauenswürdige Quelle, ein Journalist des öffentlich-rechtlichen Radiosenders France Bleu, allerdings über den Nachrichtendienst Twitter mit, am Freitag habe der Chef der Nuklearsparte des französischen Stromkonzerns und Betreibers des Akw Fessenheim, Electricité de France, der Belegschaft des Akw in Fessenheim persönlich mitgeteilt, dass zwischen Ende 2018 und April 2019 die Abschaltung vollzogen werde. Anscheinend sollen dann 300, gut ein Drittel der aktuellen Belegschaft, versetzt werden. Schlussendlich würden in der Phase der Demontage noch 60 Beschäftigte vor Ort gebraucht. Diese Information konnten wir bislang nicht selbst überprüfen.

Nach der sehr unpräzisen Ankündigung von Hulot vor wenigen Tagen (Stilllegung im Laufe der Amtszeit) bestätigte allerdings ein Staatssekretär im französischen Umweltministerium der Tageszeitung Dernières Nouvelles d"Alsace, dass die Regierung an dem Datum Ende 2018 für die Abschaltung der beiden elsässischen Reaktoren festhalten wolle.

Online Kommentare:
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Die veröffentlichten Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Axel Mayer: 11. November 2017 - 14:13 Uhr

Ich glaub´s, wenn´s abgeschaltet ist! So lange muss der politische Druck aufrecht erhalten werden...

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Atomschutzverband

Fessenheim-Infos:
http://www.bund-rvso.de/fessenheim-ausstellung.html
http://www.youtube.com/watch?v=kgDW5PW2_XA
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Georg Reso: 11. November 2017 - 16:32 Uhr

Schließung erst 2022 - wie konnte der Badischen Zeitung so eine Falschmeldung passieren. Dass das nicht stimmt stand doch schon vor Tagen in allen französischen Zeitungen.
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Harald Senn: 11. November 2017 - 17:59 Uhr

Wie groß ist denn die Gesamtbelegschaft im KKW Fessenheim wirklich? 
Wenn 300 Mitarbeiter 1/3 der Belegschaft sind, dann müsste die Belegschaft aus 900 Mitarbeiter bestehen? 
Anscheinend braucht dieser Schrottreaktor wirklich 300 Mitarbeiter pro Schicht um einen, wie auch immer gearteten sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Abschalten - sofort!!

Die Schweizer brauchen fast nur die Hälfte an Mitarbeitern um uns eine Sicherheit vorzugaukeln.
Wikipedia:
Das Kernkraftwerk Leibstadt, kurz KKL, befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Leibstadt (Kanton Aargau, Schweiz) am .... 2009 gibt es 470 Mitarbeiter und 14 Azubis,
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Detlef Wolters: 11. November 2017 - 21:02 Uhr
@Senn
"Die Schweizer brauchen fast nur die Hälfte an Mitarbeitern um uns eine Sicherheit vorzugaukeln."
Au weia, in Fessenheim laufen aber zwei Reaktoren!

"um uns eine Sicherheit vorzugaukeln."

A propos:

http://www.forbes.com/sites/jamesconca/2012/06/10/energys-deathprint-a-price-always-paid/#2cc7e5f7709b

Wasserkraft, Windkraft, Biostrom , Solar - tödlich.Trifft aber nur Andere und deshalb: Atomkraft, nein danke!