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01-05-18
Rubrik: Pressebericht, Fessenheim
Bei der 367. Mahnwache

Gustav Rosa hat seinen Fastenstreik gegen das AKW Fessenheim beendet


Mit einem Butterbrot und einem Schluck Bier beendete Gustav Rosa auf dem Breisacher Neutorplatz seinen Fastenstreik. Foto: Hans-Jochen Voigt

"Ich hab’s überlebt", scherzte der Organisator der Breisacher Montagsmahnwachen, Gustav Rosa, auf dem Neutorplatz. Eine Woche lang hatte der Anti-Kernkraft-Aktivist seiner Forderung, das AKW-Fessenheim endlich abzuschalten, mit einem Fastenstreik Nachdruck verliehen.

Für ihn gab es sieben Tage lang nur Wasser und Brot. Unterstützt wurde er von Pierre Rosenzweig aus dem Elsass und Gisela Keitel aus Breisach, die während dieser Zeit nur Getränke zu sich genommen haben.

Zahlreiche Menschen hatten sich auf dem Neutorplatz versammelt, als Rosa symbolisch sein Fasten mit einem Butterbrot und einem Schluck Bier beendete – darunter Bürgerinitiativen aus Niederrimsingen, Merdingen, aus dem Elsass und viele Breisacher Bürger. Auch die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae (Grüne) ließ es sich nicht nehmen, der 367. Mahnwache beizuwohnen.

Rosa berichtete, dass die Montagsmahnwacher seit nunmehr sieben Jahren jeden Montag auf dem Neutorplatz gegen die Gefahren der Atomkraft demonstrieren, in der vergangenen Woche er sowie Pierre Rosenzweig und Gisela Keitel jeden Tag rund um die Uhr. Gesundheitlich gehe es ihm gut, sagte er, er habe sich auf das Fasten vorbereitet, ärztlichen Beistand gab es ebenfalls.

Francois-Xavier Lauch, der "Chef de Cabinet" des französischen Präsidenten, habe Rosa vor wenigen Tagen schriftlich die Abschaltung des AKW-Fessenheim für Dezember 2018 oder Januar 2019 in Aussicht gestellt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze habe in einem Schreiben vom 27. April zudem mitgeteilt, dass sie ihren französischen Amtskollegen Hulot dringend gebeten habe, dafür Sorge zu tragen, dass die Sorgen der Bevölkerung in der Grenzregion ernst genommen werden und dass es bezüglich der Stilllegung des AKW-Fessenheim zu keinen weiteren Verzögerungen kommt. Weiter teilte Schulze laut Rosa mit, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Gespräch mit dem französischen Staatspräsidenten Macron Mitte April auf eine baldige Stilllegung des AKW gedrungen habe.

Während des Fastenstreiks hatten nur knapp 200 Personen mit ihrer Unterschrift die Aktion unterstützt. "Das ist ein Armutszeugnis, viele sind nur vorbeigegangen", sagte Rosa, der allen Mitstreitern für ihr Durchhaltevermögen über die vielen Jahre dankte.

Andreae lobte das Engagement Rosas und seiner Mitstreiter. Fessenheim sei ein Schrottreaktor und stehe in einem Erdbebengebiet. Es solle kein Profit mehr daraus geschlagen werden, die Sicherheit der Bevölkerung sei wichtiger. Auch Ministerpräsident Kretschmann habe bereits von einem wirtschaftlichen Nachfolgeprojekt in der Region gesprochen.


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